Für Frauen

Potenzmittel für Frauen sind ein von vielen Gynäkologen und Urologen immer noch vernachlässigtes Thema. Zu Unrecht, denn sehr viele Frauen in den Wechseljahren sind z.B. von Begleiterscheinungen wie einer starken Trockenheit der Scheide und damit einhergehendem Libidoverlust betroffen. Auch jüngere Frauen von vor der Problematik nicht gefeit und es gibt kaum einen größeren Lustkiller als Geschlechtsverkehr, der mangels Feuchtigkeit vor allem Schmerzen verursacht. Als wäre das nicht genug, eine trockene Scheide mit gestörter Flora bietet auch den perfekten Nährboden für entzündliche Erkrankungen und Pilze.

Die Standardtherapie ist im Klimakterium meist eine Hormonbehandlung mit aus dem Urin trächtiger Stuten gewonnenem Estradiol, einem der wichtigsten Hormone aus dem Klasse der Östrogene. Die Wirkung ist meist gut, allerdings kann der Stoff nicht synthetisch hergestellt werden, weshalb diese Therapie von Tierschützern immer wieder stark kritisiert wird. Die Stuten werden zur Gewinnung dauerschwanger gehalten. Hinzu kommt, dass eine solche Hormonersatztherapie in Studien eine starke Erhöhung des Brustkrebsrisikos zeigt. Grade wenn primär das Sexualleben betroffen ist und die Beschwerden ansonsten nicht dramatisch sind, kann ein gezielter Einsatz von Potenzmitteln für die Frau indiziert sein.

Medikamente mit Sildenafil

Der Wirkstoff Sildenafil, der auch im Viagra für Männer zum Einsatz kommt ist unter verschiedenen anderen Namen wie Lovegra als Potenzpille für Frauen erhältlich. Hierbei handelt es sich aber nicht um ein offiziell zugelassenes Medikament, sondern illegale Generika. Die rosa Färbung soll eine Eignung für Frauen suggerieren, es gibt aber weltweit keine Zulassung oder Indikation für die Behandlung von Frauen mit Sildenafil. Alle angeblichen Studien hierzu sind wissenschaftlich äußerst fragwürdiger Natur, die Hersteller von Lovegra brachten es zudem vor Ablauf des Pfizer Patents illegal auf den Markt. Theoretisch fördert ein PDE-5 Hemmer auch die Durchblutung der Scheide und steigert die Sensibilität des Kitzlers, was zu einer schnelleren und besseren Erregbarkeit führt, allerdings ist die Wirkung in der Praxis nicht mit der beim Mann vergleichbar. Wir raten dringend vom Einsatz von Lovegra ab. Keinesfalls darf es bei jüngeren Frauen bei Kinderwunsch, in der Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingesetzt werden, siehe Embryotox.

Natürliche Nahrungsergänzungsmittel

Neben Hormonbomben und Medikamenten existieren auch vollkommen natürliche Präparate, die eine Steigerung der Libido bewirken und für eine feuchtere Scheide und Wiederherstellung des natürlichen Gleichgewichts sorgen, etwa Femmax. Sie enthalten ist eine Mischung verschiedener echter Heilpflanzen, deren Wirksamkeit schon seit hunderten Jahren bekannt ist. Ganz nebenbei bescheunigen sie die Zeitspanne bis zum Orgasmus und sorgen für ein besonders intensives Erleben beim Sex. Nebenwirkungen sind so gut wie keine vorhanden, auch nicht in Form eines gesteigerten Krebsrisikos. Viele Mediziner setzen inzwischen verstärkt auf solche alternativen Therapien, denn auch wenn der Umfang der Wirksamkeit in wissenschaftlichen Kreisen kontrovers diskutiert wird, bei der Abwägung von Chancen und Risiken schneiden rein pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel weit besser ab als die risikobehafteten Produkte der pharmazeutischen Industrie. Der Anbieter von Femmax ist so von seinem Produkt überzeugt, dass eine Wirkungsgarantie ausgesprochen wird, zusammen mit einem Rückgaberecht für unangebrochene Packungen, falls das Produkt nicht gefällt. Bestellt wird am besten über die offizielle Webseite des Herstellers, so ist nicht nur der günstigste Preis garantiert, sondern man läuft auch nicht in Gefahr, ein billiges Nachahmerprodukt oder eine unwirksame Fälschung zu kaufen.

Hausmittel als Potenzmittel

Viele Faktoren wirken sich auf den Hormonhaushalt und die Libido aus, sei es Stress, wenig Schlaf, die falsche Ernährung (insbesondere zuviel Zucker), Umweltgifte wie Weichmacher in Plastik oder Schädlingsbekämpfungsmittel in Nahrungsmitteln, Hormone in Fleischprodukten. Sogar das Wetter, vor allem wie lange man sich in der Sonne aufhält, beeinflusst den Körper. All diese Einflüsse sind aber schwer kontrollierbar und machen, wie man umgangssprachlich sagen würde, den Kohl nicht fett. Als Hausmittel aus der heimischen Küche werden oft Ingwer, Pfeffer oder Cayennepfeffer, ihre Wirkung beschränkt sich aber auf den aus der Homöopathie bekannten Placebo Effekt, wirklich wirksam ist die Anwendung dieser Pflanzen bzw. Gewürze nicht. Auch warme Umschläge, wie man auf manchen Foren lesen muß, oder die gute alte Wärmflasche, Aromabehandlungen sowie Meditation, steigern vielleicht das allgemeine Wohlbefinden, sind aber sicher nicht ansatzweise als Therapie zu bezeichnen. Kurz: All die angeblichen Hausmittel sind schlicht unwirksam und beruhen auf dem „Glaube versetzt Berge“ Prinzip, das bei handfesten gesundheitlichen Problemen selten nachhaltige Erfolge beschwert.